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Arbeit mit Tierheimhunden

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Ein besonderes Anliegen ist mir die Arbeit mit Hunden im und aus dem Tierschutz. Mein Traum ist es, für die Tierheimhunde dieser Welt ein bisschen etwas zum Besseren zu verändern. Ihnen eine so liebevolle und fachkompetente Betreuung zu geben, wie ich sie meinen eigenen Hunden wünschen würde, wenn sie aus welchen Gründen auch immer im Tierheim landen würden.

Ideen dazu habe ich in meinem Buch "TierHEIM - Schicksal oder Chance?!" niedergeschrieben.

Die steigende Nachfrage von Tierschutzvereinen nach Unterstützung bei der bestmöglichen Betreuung der ihnen anvertrauten Hunde hat mich im Rahmen meiner Seminartätigkeit bereits nach Deutschland, Österreich, die Schweiz, Südtirol und Spanien geführt.

In Österreich verbringen etwa 20.000 – 25.000 Hunde jährlich eine gewisse Zeit in Tierheimen oder ähnlichen Einrichtungen. Die allermeisten dieser Hunde sind grundsätzlich gute Hunde, die, weil sie unerzogen und deshalb außer Kontrolle geraten sind ins Tierheim kommen. Um diesen Hunden die größtmögliche Chance auf eine Zukunft zu geben, darf das Tierheim keine bloße Hundeverwahrungsstätte sein. Hunde im Tierheim brauchen mehr als saubere Zwinger, Nahrung, Wasser und medizinische Versorgung. Es muss ihnen die Möglichkeit zum Denken und Lernen gegeben werden. Dazu gehört die Unterbringung in Hundezimmern statt Zwingern, die Anreicherung der Lebensumwelt der Tiere und das Bemühen um ein höchstmögliches Wohlbefinden der Hunde. Sinnvolle, für die Hunde gewinnbringende Beschäftigung ist ein Kernthema meiner Arbeit mit Hunden im Tierheim, egal ob ich dabei selbst Hunde betreue oder beratend für Tierheime und Tierschutzvereine tätig bin.

Mit der Gründung unseres eigenen Tierschutzvereins Tier-reich und der Aufnahme von Betreungshunden hat meine Tierschutzarbeit eine neue Facette angenommen und natürlich auch ihren Schwerpunkt dort gefunden. Lesen Sie mehr über unsere Tierschutzarbeit unter Tierschutzverein Tier-reich.

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Training im Tierheim bedeutet nicht, stereotyp Kommandos herunterzuspulen und die Hunde so rasch als möglich unter Kontrolle zu bringen. Training bedeutet, auf die individuellen Bedürfnisse des Hundes einzugeben und das mit ihm zu erarbeiten, was momentan für diesen Hund am wichtigsten ist. Das kann ein gezieltes Training zum Vertrauensaufbau gegenüber Menschen sein, Lernspaziergänge mit den Hunden zur Gewöhnung an verschiedene Umweltreize, Geschicklichkeitsübungen am Parcours, Verträglichkeitstraining gegenüber anderen Hunden, das Üben von Autofahrten oder aber auch der Aufbau von einzelnen Elementen des Grundgehorsams bis hin zum Erlernen von kleinen Tricks, Nasenarbeit, Spielen und Sucharbeiten.

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Diese gezielte Beschäftigung gibt auch das nötige Wissen in die Hand, um Interessenten über die Eigenschaften, Wesenszüge, Vorzüge und Schwierigkeiten des jeweiligen Hundes ausreichend informieren zu können. Die neuen Besitzer erhalten damit ein grundlegendes Rüstzeug, um den Start ins neue Leben mit ihrem Hund aus dem Tierschutz gut und erfolgreich angehen zu können.

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Das individuelle Eingehen auf den Hund, das Arbeiten ohne jegliche physische und psychische Gewalt ist auch im nachfolgenden Training ein ganz wesentlicher Grundstein zum Erfolg. Natürlich gilt das für jeden Hund, gerade für  Tierschutzhunde aber im Besonderen. Bedenken Sie, dass ihr Hund aus dem Tierschutz oftmals schon viel Unerfreuliches erlebt hat, jedenfalls aber durch den Tierheimaufenthalt emotional belastet und gestresst ist. Sie sind nun die Vertrauensperson für den Hund, der Mensch der ihm Führung und Halt geben soll. Wenn Sie mit Ihrem Hund etwas lernen möchten, dann bitte ausschließlich nach neuesten verhaltenskundlichen Erkenntnissen über Motivation und positive Verstärkung und unter völligen Verzicht auf Druck, Strafreize und Starkzwang.



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